Die optimale Fütterung eines Hundes ist ein komplexes und recht umstrittenes Thema.

Ich selbst halte die Frischfleischfütterung nicht nur für die ursprünglichste sondern auch die gesündeste Ernährung für einen Fleischfresser.

Natürlich ist es nicht damit getan, dem Tier einen Brocken Fleisch anzubieten.
Auch der Hund braucht eine breite Palette an Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und nicht zuletzt Faserstoffen, die der Organismus aus Getreide und Gemüse bezieht.

Einseitige Ernährung führt zur Verkümmerung der Bakterienflora im Darm und zur Verkürzung der Darmzotteln, die die Nährstoffe aus dem Nahrungsbrei aufnehmen und in den Organismus überleiten.

Verkürzte Darmzotteln können diese Funktion nicht mehr erfüllen, so dass als langfristige Folge Mangelerscheinungen und damit Immunschwäche unvermeidbar sind.

Für einen gesunden Darm und damit verbundene optimale Nährstoffaufnahme ist eine abwechslungsreiche Ernährung mit einer Reihe verschiedenener Nahrungskomponenten unverzichtbar.


Ich persönlich lehne synthetische Vitamine und auch alle sonstigen synthetischen Zusatzstoffe im Futter (zu finden auf der Futterverpackung unter Zusatzstoffe) ab und bevorzuge echte Lebensmittel und die von der Natur geschaffenen Vitamin- und Nährstoffkombinationen.

Ein gutes Futter braucht keine synthetischen Vitamine oder Zusatzstoffe. Es sollte aus nährstoffreichen Zutaten bestehen, deren Nährwert auch bei der Herstellung ausreichend erhalten bleibt.







Thema: Artgerechte Haltung

Nach meinem Dafürhalten sollte der Anspruch "artgerechte Haltung" nicht bei unseren Hunden und Katzen aufhören.

Die "Rohstofflieferanten", die wir unseren vierbeinigen Lieblingen täglich mit Freude im Napf kredenzen, haben den gleichen Anspruch.

Wer auch nur ansatzweise über unsere Masttierzucht, den anschließenden Transport zum Schlachthof und über die letztlich stattfindende Schlachtung im Akkord in großen Schlachtbetrieben nachforscht, dem wird wohl schnell der Appetit auf Fleisch vergehen.

Es versteht sich von selbst, dass Futterhersteller, die ihre Produkte deutschlandweit oder sogar über Kontinente hinweg anbieten können, die Rohware nur aus der konventionellen Mast beziehen können.

Wegen den vorherrschenden grausamen Lebens- und Tötungsbedingungen unserer Nutztiere in der üblichen Masttierzucht werden hier keine tierischen Produkte aus konventioneller Tierhaltung mehr angeboten.

Die für mich anzustrebende Alternative sind Metzger, die aus Respekt und Tierliebe für unsere Nutztiere diese von nahegelegenen Bauernhöfen mit Weidehaltung beziehen, noch selbst schlachten und denen es wichtig ist, diese Schlachtung auch stressfrei für das Nutztier durchzuführen.

Auch gibt es Bauernhöfe, die aus den gleichen Gründen einen eigenen Schlachtraum errichtet haben und hiermit den Tieren auch den Transport zur Schlachtung ersparen.
(Google-Tip: Arche Höfe).

Das Ergebnis: meine Tiere werden mit unbelastetem Fleisch, frei von Medikamenten- und Hormonrückständen, von "glücklichen" Nutztieren ernährt
und ich kann mich auch im Alter noch an meinen kerngesunden, agilen und lebensfrohen Hunden erfreuen.

Im Vergleich zu industriell abgepacktem Futter aus Dosen oder Tüten ist es eher preiswerter.

Es ist nur nicht mehr so bequem.

Meine persönliche Fleischmischung, die ich seit einigen Jahren für meine eigenen Hunde (und Katze) zusammenstelle, besteht aus 2/3 Rinderherz (ohne Fettkranz) und 1/3 Rinderlunge.
Sollte Herz oder Lunge mal nicht ausreichend zur Verfügung stehen, greife ich auf Beinscheibe oder Schulter zurück.

Auch kann man zur Abwechslung mal Leber dazunehmen.

Ich persönlich füttere roh, man kann das Fleisch aber auch überbrühen oder kochen.

Als Gemüse- oder Getreidezugabe eignen sich getrocknete Flockenmischungen, die mit warmem Wasser in wenigen Minuten wieder zu Frischware aufquellen.

Bei dauerhafter Rohfleischfütterung gehört ein Calciumlieferant mit ins Futter (z.B. Eierschalenmehl, zu finden unter Nahrungsergänzung).

Pro 10 kg Körpergewicht geben Sie als Tagesration 100 - 130 g von dieser Fleischmischung plus die gleiche Menge an Gemüse oder Getreide.

Schlanke Hunde können problemlos eine größere Menge an Gemüse oder Getreide erhalten.

(Katzen bekommen nur 10 - 20% Getreide. Beliebte Sorten sind z. B. Reis, Hirse oder Buchweizen).

Optimal sollte ein Hund 2 Mahlzeiten am Tag erhalten, also jeweils die Hälfte.

Wer bereit ist, sich alle paar Wochen mal einige Stunden in die Küche zu stellen, das vorher zurecht geschnittene (rohe) Fleisch im ungefähren Mischungsverhältniss durch den elektrischen Fleischwolf zu geben und in Tagesrationen in Gefrierdosen portioniert, kann sicher sein, seinem Hund eine hervorragende Ernährung mit einer breiten Nährstoffpalette zu bieten.

Das Gemüse wird zu jeder Mahlzeit "frisch" zubereitet.
Einige Minuten in warmem Wasser aufquellen lassen, Fleisch und Eierschalenmehl untermischen - fertig.

Individuell kann das Futter mit weiteren Komponenten angereichert werden.
In der Rubrik Nahrungsergänzung finden Sie eine Reihe natürlicher Komponenten, mit welchen Sie das Futter individuell ergänzen können.

Detaillierte Infos für den gezielten Einsatz finden Sie bei jedem Produkt.

Große Hunde oder Hunde mit geschädigtem Knochenapparat können mit Grünlippmuschel versorgt werden.
Optimal in Verbindung mit Dorschlebertran, weil der hohe Vitamin-D-Gehalt dazu beiträgt, dass das Calcium gut im Knochen eingelagert werden kann.
Hunde mit Haut- und Fellproblemen können mit Bierhefe versorgt werden.
Für insgesamt geschwächte oder kränkelnde Tiere empfiehlt sich Lachsöl, um das Immunsystem mit den wertvollen Omega 3- und Omega 6-Fettsäuren zu versorgen.





Metzger, bei denen Sie Fleisch aus artgerechter Haltung und Schlachtung beziehen:


Metzgerei W. Prangenberg
Im alten Hohn 1 (Kreuzung Michaelstr.)
53560 Vettelschoß
Tel. 02645 2264


Metzgerei Dieter Gemein
Inh. Daniel Gemein
Vehner Str. 49
53489 Sinzig - Löhndorf
Tel. 02642 43642
www.metzgerei-gemein.de





Vegetarische Rezepte "Natürlich vom Tisch" aus unserer alltäglichen Küche

Probieren Sie es aus - Ihr Hund wird begeistert sein.


Rührei
Pro 10 kg Körpergewicht 1 großes Ei (Tagesration 2 große Eier) möglichst aus Freilandhaltung
mit einem Schuss Milch und einer Prise Salz verrühren und mit wenig Öl in der Pfanne unter Rühren kurz braten.
Wenn das Rührei fertig ist, das vorbereitete Gemüse (z. B. Lunderland-Gemüsemix) dazugeben, vermischen und im Napf noch etwas abkühlen lassen.


Hartgekochte Eier
Pro 10 kg Körpergewicht 1 großes Ei (Tagesration 2 große Eier) möglichst aus Freilandhaltung
hart kochen und mit dem Eierschneider würfeln oder mit einer Gabel kleinkneten.
Mit dem vorbereiteten Gemüse vermischen - fertig.


Geriebener Käse
Nehmen Sie die gleiche Menge Hartkäse (z. B. Appenzeller, Ziegenkäse oder mittelalter Gouda) anstelle von Fleisch und raspeln ihn.
Mit dem vorbereiteten Gemüse vermischen - fertig.


Hüttenkäse
Nehmen Sie etwa die eineinhalbfache Menge Hüttenkäse anstelle von Fleisch und vermischen diesen mit dem vorbereiteten Gemüse - fertig.


Fisch
Thunfisch oder Sardinen aus der Dose, überschüssiges Öl ablaufen lassen und die gleiche Menge wie sonst Fleisch mit dem vorbereiteten Gemüse (z.B. Kartoffelflocke) vermischen - fertig.



Bei allen Futtermengen handelt es sich um Richtwerte. Der individuelle Bedarf Ihres Vierbeiners hängt u.a. von der täglichen Leckerchen-Menge (Fettegehalt) ab.

Magere Leckerchen schwanken zwischen 1 - 10% Fett.

Fette Leckerchen schwanken zwischen 15 - 25% Fett.